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  • Christliche Trauertexte

    Segenswunsch

    Gott sei über dir,
    um dich zu behüten.
    Gott sei vor dir,
    um dir den rechten Weg zu zeigen.
    Gott sei neben dir, um dich zu beschützen
    gegen gefahren von links und von rechts.
    Gott sei hinter dir, um dich zu bewahren
    vor der Heimtücke böser Menschen.

    Gott sei unter dir,
    um dich aufzufangen wenn du fällst.
    Gott sei in dir,
    um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
    (Irischer Segenswunsch)

    Psalm 22

    Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
    Warum hörst du nicht wie ich schreie, warum bist du so fern?
    Mein Gott, Tag und Nacht rufe ich um Hilfe, doch du antwortest nicht und schenkst mir keine Ruhe.
    Du bist doch der heilige Gott,
    dem Israel Danklieder singt!

    Auf dich verließen sich unsere Väter,
    sie vertrauten dir, und du hast sie gerettet.
    Sie schrieen zu dir und wurden befreit;
    sie hofften auf dich und wurden nicht enntäuscht.

    Doch ich bin kaum noch ein Mensch,

    ich bin ein Wurm, von allen verhöhnt und verachtet.
    Wer mich sieht, macht sich über mich lustig,
    verzieht den Mund und schüttelt den Kopf:
    „Vertrau doch auf Gott! Der kann dir ja helfen.
    Er lässt dich doch nicht im Stich!
    Bist du nicht sein Liebling?“

    Ja, du hast mich aus dem Mutterschoß gezogen,
    an der Mutterbrust hast du mich vertrauen gelehrt,
    Ohne dich kann ich keinen Atemzug tun;
    seit meiner Geburt bist du mein Gott.

    Nun bleibe nicht fern, denn ich bin in Not!

    Niemand sonst kann mir helfen!
    Viele Feine umzingeln mich,
    kreisen mich ein wie wilde Stiere.

    Sie reißen ihre Mäuler auf,
    brüllen mich an wie hungrige Löwen.

    Ich zerfließe wie ausgeschüttetes Wasser,
    meine Knochen fallen mir auseinander.

    Mein Herz zerschmilzt in mir wie Wachs.
    Meine kehle ist ausgedörrt,
    die Zunge klebt mir am Gaumen.

    Du lässt mich im Staub liegen als wäre ich schon tot.

    Eine Verbrecherbande hat mich umstellt,
    diese Hunde lassen mir keinen Ausweg.
    Sie zerfetzen mir Hände und Füße.
    Alle meine Rippen kann ich zählen;

    sie stehen dabei und gaffen mich an.

    Schon losen sie um meine Kleider
    und verteilen sie unter sich.

    Bleib nicht fern von mir, Herr!
    Du bist mein Retter, komm und hilf mir!

    Rette mich vor dem Schwert meiner Feinde,
    rette mein Leben vor der Hundemeute!
    Reiß mich aus dem Rachen des Löwen,
    rette mich vor den Hörnern der wilden Stiere!

    Herr, du hast mich erhört!

    Ich will meinen Brüdern von dir erzählen,
    in der Gemeinde will ich dich preisen:
    „Die ihr zum Herrn gehört: Preist ihn!
    Alle Nachkommen Jakobs: Ehrt ihn!
    Ganz Israel soll ihn anbeten!
    Kein Elender ist dem Herrn zu gering;

    mein Geschrei war ihm nicht lästig,
    er wandte sich nicht von mir ab,
    sonder hörte auf meinen Hilferuf.“

    Darum danke ich dir, Herr,
    vor der ganzen Gemeinde.

    In Gegenwart aller, die dich ehren,
    bringe ich die Opfer dar, die ich dir versprochen habe.

    Die Armen sollen sich satt essen;
    die nach dir, Herr, fragen, sollen Loblieder singen;
    immer möge es ihnen gut gehen.

    Alle Völker sollen sich besinnen,
    von allen Enden der Erde sollen sie zum Herrn kommen
    und sich vor ihm niederwerfen.

    Denn der Herr ist König,
    er herrscht über alle Völker.

    Vor ihm müssen die Mächtigen sich beugen,
    alle Sterblichen sollen ihn ehren,
    alle, die hinunter müssen ins Grab.

    Auch die künftigen Generationen sollen ihm dienen.
    Man wird den Kindern vom Herrn erzählen,

    noch in der fernsten Zukunft wird man den Nachkommen sagen,
    was der Herr getan hat, wie treu er ist.

    Alles hat seine Zeit,
    eine Zeit geboren zu werden,
    eine Zeit zu sterben,

    eine Zeit zu suchen,
    eine Zeit zu verlieren,
    eine Zeit zu lachen,
    eine Zeit zu weinen,
    eine Zeit zu reden,
    eine Zeit zu schweigen,
    eine Zeit beisammen zu sein,
    eine Zeit sich zu trennen.

    (Buch der Prediger, Kapitel 3)

    Ich wünsche dir,

    dass du erfahren mögest,
    dass alles, woran du gelitten hast,
    nicht vergeblich gewesen ist,
    und dass dir Kräfte zuwachsen,
    deine Begabungen zu entfalten
    und die Beziehungen zu Menschen,
    die deinem Herzen nahe stehen,
    heilvoll und fruchtbar zu gestalten.

    Ich wünsche dir,
    dass der kommende Tag
    ein gesegneter für dich sein wird.
    (Irischer Segenswunsch)

    Der Gärtner

    Es kam der große Gärtner und vertraute mir
    ein Pflänzlein an, bestimmt zu seines Gartens Zier.
    „Ich hol’ es wieder, sagte er voll Freundlichkeit,
    „bis dahin pfleg’ und zieh es auf mit Zärtlichkeit.“

    In meiner Hut die kleine Pflanze wuchs, gedieh, -
    solch eine Blüte wie sie brachte, hab’ ich nie zuvor gesehn.
    Die Farbenpracht, der Duft so rein,
    des Frühlings ganze Schönheit kann nicht schöner sein.

    Mein Herz war voller Entzücken und Glückseligkeit,
    die Blume mein war wohl die schönste weit und breit.
    Der Wunsch, sie zu behalten, brannte tief in mir.
    Ach, könnt’ sie bleiben mir in meinem Garten hier.

    Der Gärtner kam zurück, so wie er’s hat gesagt,
    die Pflanze wollt er sehen, da ward ich ganz verzagt,
    die Blume war mir ja als Gut nur anvertraut,
    sein Wille war mir klar. – Was klopft mein Herz so laut?

    „Sie ist vollkommen“, sprach der Gärtner, beugte sich
    und nahm so liebevoll die Kostbarkeit an sich.
    „Auf diesem Boden bald die Blütenpracht vergeht,
    in meinem Garten jedoch ewig sie besteht.“

    So sprach der Gärtner und ließ mich allein,
    die Blume aber darf im Himmelgarten sein.
    Sie blüht nun dort in ewig schöner Herrlichkeit,
    einst werd’ auch ich sie wiedersehn – in Ewigkeit.

    (Dichter unbekannt)

    Psalm 23: Der gute Hirte

    Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
    Er weidet mich auf einer grünen Aue
    Und führet mich zum frischen Wasser.
    Er erquicket meine Seele.
    Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
    Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal,
    fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,
    dein Stecken und Stab trösten mich.
    Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
    Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
    Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
    und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

    Friedensgebet

    Oh Herr
    Mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens

    dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
    dass ich verbinde, da, wo streit ist,
    dass ich die Wahrheit sage,
    wo der Irrtum herrscht
    dass ich den Glauben bringe,
    wo der Zweifel drückt,
    dass ich dir Hoffnung wecke,
    wo Verzweiflung quält,
    dass ich ein Licht anzünde,
    wo die Finsternis regiert,
    dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.

    Herr lass mich trachten:
    Nicht, dass ich getröstet werde,
    sondern dass ich tröste;
    Nicht, dass ich verstanden werde,
    sondern dass ich verstehe;
    Nicht, dass ich geliebt werde,
    sondern dass ich liebe.

    Denn wer da hingibt, der empfängt;
    Wer sich selbst vergisst, der findet,
    wer verzeiht, dem wird verziehen,
    und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.
    (Traditionell Franziskus von Assisi zugeschrieben)

    Gebet auf dem Weg

    Gott,
    schenke uns Gelassenheit,
    das hinzunehmen,
    was wir nicht ändern können.
    Gott,
    schenke uns Mut,
    das zu ändern,
    was wir ändern können.
    Gott,
    schenke uns Weisheit,
    das eine vom anderen
    zu unterscheiden.
    (Text nach einem alten englischen Pilgergebet)

     

    Altchristliches Segensgebet

    Der Herr sei vor dir,
    um dir den rechten Weg zu zeigen.
    Der Herr sei neben dir,
    um dich in die Arme zu schließen und dich zu beschützen.
    Der Herr sei hinter dir,
    um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
    Der Herr sei unter dir,
    um dich aufzufangen, wenn du fällst, und dich aus der Schlinge zu ziehen.
    Der Herr sei in dir,
    um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
    Der Herr sei um dich herum,
    um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.
    Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.
    So segne dich denn der gnädige Gott. Amen.

    Liebe

    geboren
    aus dem mutterleib
    in das vergängliche licht dieser welt -
    gestorben
    aus dieser Welt
    in das ewige licht jener welt –
    geliebt
    in dieser und jener welt
    jetzt und in ewigkeit
    (Christin Adobo).

    Vertrauen

    Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.
    Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.
    In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.
    Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.
    Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Faktum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.
    (Dietrich Bonhoeffer).

    Ewiges Leben

    In meinem Anfang ist mein Ende,
    in meinem Ende ist mein Anfang.
    (Thomas S. Eliot)

    Wer stirbt, erwacht zum Ewigen Leben. (Franz von Assisi).

    Wir wollen nicht trauern, dass wir sie verloren haben, sondern dankbar dafür sein, dass wir sie gehabt haben, ja, auch jetzt noch besitzen. Wer heimkehrt zum Herrn, bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie und ist uns nur vorausgegangen. (Hieronymus).

    Leben ohne Liebe

    Glauben ohne Liebe macht fanatisch.
    Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
    Ordnung ohne Liebe macht hart.
    Ein Leben ohne Liebe macht Krank.
    (unbekannt)

    Bibelstellen zu verschiedenen Themen

    Barmherzigkeit Gottes

    • Barmherzig und gnädig ist unser Gott, geduldig und von großer Güte.
      Er handelt nicht mit uns nach unserer Missetat.
      Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.
      So fern der morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
      Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten. (Psalm 103, Verse 8, 10-13, AT).

     

    Kinder

    • Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. (Lukas-Evangelium, Kapitel 18, Vers 16, NT).

    Trost

    • Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
      (Psalm 90, Vers 12).
    • Fürchte Dich nicht, denn ich habe Dich erlöst, ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein. (Jesaja, Kapitel 43, Vers 1b, AT).
    • Er (Gott) gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. . (Jesaja, Kapitel 40, Vers 29, AT).
    • Gott spricht: „Ich will Euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.
      (Jesaja, Kapitel 66, Vers 13, AT).

    Frieden

    • Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über Euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich Euch gebe das Ende des ihr wartet (Zukunft und Hoffnung). Und Ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten und ich will Euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn Ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von Euch finden lassen. (Jeremia, Kapitel 29, Verse 11-14, AT).
    • Er aber, der Herr des Friedens, gebe Euch Frieden alle Zeit und auf alle Weise. Der Herr sei mit Euch allen! (2. Thessalonicherbrief, Kap, 3, V. 16, NT)

    Auferstehung

    • Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei. (Römerbrief, Kapitel 14, Vers 9, NT).
    • Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das erste ist vergangen. 8Offenbarung, Kapitel 21, Vers 4, NT).
    • Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, das Ewige Leben haben. (Johannes-Evangelium, Kapitel 3, Vers 16, NT).
    • Jesus spricht: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Johannes-Evangelium, Kap. 14, V. 6).
    • Wir wollen Euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit Ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus – was wir glauben – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott auch um Jesu willen die Verstorbenen mit ihm vereinen. (1. Thessalonicherbrief, Kapitel 4, Verse 13-14, NT).
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