Witwen und Witwer
Die genaue Zahl der Menschen, die um ihre/n Partner/in trauern ist
unklar, da nicht alle als Verheiratete in den Statistiken vorkommen.
Es gibt keine einheitlichen Begriffe, die die Beziehungen von
zurückbleibenden trauernden Verlobten, Befreundeten, Lebenspartnern
etc. ausdrücken.
Menschen, deren Partner/in gestorben ist, beschreiben ihr Empfinden oft mit „eine ganze Seite fehlt“.
Gemeint ist die Körper-Seite, an der die/der Partner/in immer ging, saß, lag.
Ältere Menschen nach Partner/innen-Verlust, die schon im beruflichen Ruhestand sind, vereinsamen oft.
Jüngere Menschen nach Partner/innen-Verlust werden von der plötzlichen
alleinigen Verantwortung für die gemeinsamen Kinder zusätzlich zu ihrer
Trauer oft überfordert.
Neben neuen organisatorischen Anforderungen kommen für viele Trauernde zusätzlich erhebliche finanzielle Probleme durch den Ausfall eines Einkommens. Das Gespräch, der Austausch mit anderen Trauernden in geborgener Atmosphäre kann sehr hilfreich sein in der Neu-Organisation des Lebens und in der Verringerung der Isolation.





Laudatio von Senator Mario Czaja (131kb) 